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An Unruly Widow in Mark 12

Abstract

Die „arme Witwe“ in Markus 12,41­–44 ist schon auf sehr verschiedene Arten und Weisen interpretiert worden, unter anderem als exemplarische Gläubige, als Opfer eines perversen religiös-ökonomischen Systems oder auch als besonders christusähnliche Person. In diesem Beitrag wird ein neuer Ansatz vorgeschlagen: Indem die Witwe ihr ganzes „Leben“ (gr. bios) verschenkt, ist ihr Handeln nicht nur besonders großzügig oder besonders tragisch, sondern ihre Gabe lässt sich als eine Äußerung von Widerstand oder Protest verstehen. Der Beitrag schließt an eine längere Tradition der gendersensiblen Exegese dieser Perikope an und versucht die im Text unhörbare Stimme einer Frau hörbar zu machen.

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