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Listening to the Trauma of Refugees in Jeremiah 40–44 *

Abstract

Die journalistische Recherche über die Ereignisse im September 2015, die zur kurzzeitigen Öffnung der Grenzen in Österreich und Deutschland für Flüchtlinge auf der Balkanroute führte, bildet den Hintergrund für die Lektüre der Erzählung über die „Ägyptenflüchtlinge“ in Jeremia 40–44. Dabei werden die unterschiedlichen Perspektiven – die Sicht des Erzählers, des Propheten Jeremia und der in Jeremia 44 zu Wort kommenden Judäerinnen und Judäer – sichtbar. Mithilfe der von Soziologen um Jeffrey Alexander und Neil Smelser entwickelten Theorie des „kulturellen Traumas“ kann die in Jeremia 40–44 dominierende Sicht als Ideologie der nach Babylonien Exilierten (der sog. „Gola“) entlarvt werden, die Juda als „leeres Land“ propagiert und die Verantwortung dafür den in Ägypten siedelnden Judäerinnen und Judäern zuweist.

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