The Pseudo-Clementine Homilies and the Challenges of the Conversion of Families
Abstract
Die pseudo-klementinischen Homilien erzählen die Geschichte der Wiedervereinigung der Eltern und Kinder in Clemens’ Herkunftsfamilie. Der Beitrag untersucht die Verwandlungen, die diesen Wiedererkennungsprozess begleiten, sowie deren Auswirkungen auf die religiösen, sozialen, kulturellen und moralischen Bereiche des im Roman gezeichneten Familienlebens: Eines der Probleme mit Familienstrukturen, das sich in den Pseudo-Klementinen stellt, ist das Ungleichgewicht, das entsteht, wenn nur ein Teil der Mitglieder einer bestimmten Familie sich zum christlichen Glauben und den damit einhergehenden moralischen Idealvorstellungen bekehrt. In Fällen, wo dies zum Zusammenbruch von Familien führt, ist es das Anliegen der Pseudo-Klementinen, die Schuld dafür nicht bei etwaigen familienfeindlichen Tendenzen innerhalb des Christentums zu suchen, sondern die immer noch neue Religion des Christentums als Quelle anzusehen, aus der Heilung, Wiederherstellung, und Neustrukturierung von Familienbeziehungen durch die Bekehrung aller Familienmitglieder gewonnen werden kann.