Sculpted Warriors: Sexuality and the Sacred in the Depiction of Warfare in the Assyrian Palace Reliefs and in Ezekiel 23:14-17*
Abstract
Dieser Beitrag zeigt auf, dass die ästhetischen Prinzipien, die der mesopotamischen Kunst im allgemeinen zugrunde liegen, auch bei der Darstellung militärischer Gewalt in den Belagerungsszenen der assyrischen Palastreliefs bestimmend sind. Im besonderen ist es der gezielte Einsatz von Schmuck, der den assyrischen König und seine Armee als die Kraft hervorhebt, die mit dem Göttlichen und mit dem aktiven, männlichen Blick übereinstimmt. Ein festes Repertoire an gewaltsamen Bildern einschließlich sexualisierter Entblößung, Zerstückelung und Penetration des männlichen Feindes markieren ihn als das bildlich gefangene und verweiblichte Objekt des kollektiven Blicks von Bildhauer, assyrischem König und Reliefbetrachter. In jedem Belagerungsrelief vermitteln die aufweisbaren ästhetischen Regeln einen von den Göttern erfochtenen Sieg für den assyrischen König und eine sexualisierte Demütigung des männlichen Feindes.