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What “Really” Happened to Dinah - A Feminist Analysis of Genesis 34

Résumé

In einer Gesellschaft, in der Vergewaltigungen zur Tagesordnung gehören, stellt sich die Frage, wie feministische InterpretInnen biblische Vergewaltigungsgeschichten verantwortlich, d.h. auf Seiten der vergewaltigten Opfer/Überlebenden stehend, auslegen können. Genesis 34, die Geschichte der Vergewaltigung Dinas, stellt ein besonderes Problem dar, weil der Vergewaltigung die Ermordung des Vergewaltigers und seiner Männer folgt. Eine exemplarische Untersuchung zeigt, dass heutige AuslegerInnen häufig mit dem Vergewaltiger, Sichem, sympathisieren, während sie die Vergewaltigung der Dina minimalisieren. Eine literarkritische Auslegung folgt, die Genesis 34 als “Dinas Geschichte” versteht und besonders die ersten Verse der Geschichte betont. Der Artikel zeigt daher beispielhaft, dass Bibelinterpretationen immer in bestimmten sozial-politischen und kulturellen Zusammenhängen stehen. Deshalb kann eine Vergewaltigungsgeschichte wie Genesis 34 niemals “neutral” oder “objektiv” gelesen werden.

PDF (Anglais)