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Is a liberating feminist exegesis possible without liberation theology?

Abstract

In diesem Artikel sollen einige grundsätzliche Überlegungen zur feministischen Bibelwissenschaft dargelegt werden. Die Diskussion wird sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte konzentrieren, zum einen auf die Rolle der Theologie in der feministischen Bibelwissenschaft, zum anderen auf diverse theoretische Modelle einer feministischen Exegese.

Im Artikel wird eine feministische Kritik von Konzepten wie “women’s experience” und “standpoint of women” vorausgesetzt, die falsche Verallgemeinerungen und Herrschaftsstrukturen reproduzieren. Der bekannte Vorwurf an den alternativen, postmodernen/poststrukturalistischen Feminismus, den Bezug zur konkreten Realität und somit zur Politik verloren zu haben, wird thematisiert. Im Zentrum stehen Vorschläge von feministischen TheologInnen, die einerseits versuchen, pragmatisch einen Weg zwischen diesen beiden Positionen zu finden (Sheila Greeve Davaney) oder andererseits poststrukturalistische Kulturtheorien benutzen, um zu zeigen, wie Kulturen als Arena für politische Auseinandersetzungen dienen (Kathryn Tanner). Der Artikel zielt auf die mögliche Umsetzung dieser Modelle in der Form einer feministischen Bibelwissenschaft, die ihre politischen Implikationen beibehält, aber dadurch nicht notwendigerweise mit theologischen Projekten verbunden ist wie z.B. damit, biblische Texte für Frauen neu in Anspruch zu nehmen.

 
PDF (German)