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02-2004

Neue Bücher | New books | Nouveaux livres - 02-2004

compiled by / zusammengestellt von / compilé de Nancy Rahn

Othmar Keel/ Silvia Schroer


Der Katalog eröffnet ein einzigartiges Panoptikum von 240 Idolen aus dem Vorderen Orient, von der Steinzeit bis in die byzantinische Epoche. Der Hauptakzent liegt in der Levante, wo die Bibel entstand. Für sie ist Eva nicht bloss eine Menschenfrau, sondern die Mutter alles Lebendigen.

153 der hier versammelten Objekte gehören den Sammlungen BIBEL+ORIENT der Unversität Freiburg. 46 weitere stammen aus einer Freiburger Privatsammlung. Viele davon werden hier zum ersten Mal veröffentlicht. Zusätzliches Vergleichsmaterial erschliesst den Kontext. Karten und eine Tabelle visualisieren Raum und Zeit.

„Idole scheinen die Sehnsucht nach der verlorenen weiblichen Dimension in der Religion zu befriedigen. Das grosse Interesse einer breiten Öffentlichkeit an Idolen und entsprechenden Ausstellungen liegt zudem darin begründet, dass die Figürchen bei aller Konkretheit doch ihre letzten Geheimnisse nicht preiszugeben scheinen. Es bleibt eine Aura des Mystischen erhalten. Vielleicht gestatten es die Idole modernen BetrachterInnen, die Würde, ja Sakramentalität des Körpers, der Leibhaftigkeit und der Erotik im Freiraum einer weit zurückliegenden Geschichte neu zu meditieren.“

Silvia Schroer im Prolog

„Wer sich über das, was die Menschen zutiefst bewegte und anzog und bewegt und anzieht, informieren will, ist gut beraten, die Bilder nicht zu vernachlässigen. Sie offenbaren uns Aspekte der Kultur, die die Texte manchmal bagatellisieren, manchmal schlicht verschweigen, deren Existenz für ihr Funktionieren aber ebenso bedeutend war und ist, wie das, was die Texte thematisieren.“

Othmar Keel im Epilog

bestellbar unter:

Ulrike Sals

"Babylon" ist mehrfach explizit behandeltes Thema biblischer Texte und ist stets mehr als eine geographische Entität. Die Bedeutungsebenen Stadt, Reich, Prinzip, Kultur und Frau sind in den verschiedenen Texten unterschiedlich ausgearbeitet und doch oft verschmolzen, insbesondere in Jer 50-51; Offb 17-19 und vollends in den dominanten Rezeptionsgeschichten Europas.

In ausführlichen Analysen der Texte Gen 11,1-9; Ps 137; Jes 13,1-14,27; 21,1-10.11-12; 47; Jer 25,1-38; 50,1-51,64; Sach 5,5-11 und Offb 17,1-19,10 arbeitet Ulrike Sals heraus, wie "Babylon" textimmanent und intertextuell gezeichnet ist: die alttestamentlichen Texte antworten derart aufeinander, daß sie zusammengelesen eine Biographie Babylons als Stadt bzw. Reich, Frau und Prinzip zeichnen. Dies ist in Offb 17-19 mit neuen theologischen Ausrichtungen und unter Einbeziehung weiterer Texte umgesetzt. Die Autorin bietet mit dieser Studie einen Beitrag zur Intertextualitätsdebatte alt- und neutestamentlicher Texte sowie zur Gender-Forschung und zur Repräsentation von Städten.

Bernhard Heininger/ Stephanie Böhm/ Ulrike Sals

Mit dem vorliegenden zweiten Band der Reihe "Geschlecht - Symbol - Religion" präsentiert das Würzburger Graduiertenkolleg "Wahrnehmung der Geschlechterdifferenz in religiösen Symbolsystemen" die Ergebnisse seines 5. Internationalen Symposiums, das unter dem Titel "Machtbeziehungen, Geschlechterdifferenz und Religion" vom 16. - 18. Januar 2003 in Würzburg stattfand.

Die Reihe der Beiträge zeigt, dass sich Vertreterinnen und (ein) Vertreter verschiedener Disziplinen zu einem fruchtbaren Dialog zusammengefunden haben: die Palette der Fächer reicht von der Vor- und Frühgeschichte und der Klassischen Archäologie über die Alttestamentliche und Neutestamentliche Exegese sowie die Fundamentaltheologie bis hin zur Ethnologie.

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