lectio difficilior

European Electronic Journal for Feminist Exegesis

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Thomas Staubli

Geschlechtertrennung und Männersphären im Alten Israel [*]

Ethnological studies have observed that in non-industrialized societies, men’s huts are usually the expression of a patriarchal division of the sexes. This article discusses whether similar phenomena existed in the Ancient Near East, especially in Ancient Israel. The results are fragmentary, since even the most recent archeological studies hardly address gender issues. As far as we can see, Ancient Near Eastern houses, also the so called pillared house, didn’t know a separation of the sexes, but rather a dominance of the woman within the house, while the male’s responsibility was in the garden and on the fields. In Ancient Israel, the house of the prophet, the city gate (court), the palace (government), the army and the temple are typical but not exclusive domains of men. It was the increasing wealth and the accompanying urbanization, beginning in Hellenistic times that cultivated a separation of the sexes, sometimes in a strict manner, all the way to the complete veiling of women in public.

 

Alle menschlichen Gesellschaften kennen mehr oder weniger ausgeprägte Formen von Geschlechtertrennung. In modernen westlichen Gesellschaften fällt sie besonders bei Toilettenanlagen und Armeen ins Auge. Daneben gibt es sie in Gefängnissen, teilweise auch an Schulen. Eine nach Geschlechtern getrennte Sitzordnung gibt es (noch) in mehr oder weniger ausgeprägter Form in Synagogen, Kirchen und Moscheen, eine radikale räumliche Trennung von Frauen und Männern in Klöstern. Das Klerikerinnentabu, das in modernen Gesellschaften als besonders krasse Form von Geschlechterapartheid empfunden wird, gehört zu den am vehementesten verteidigten Gesetzen der römisch-katholischen Kirche und zu einer der letzten intakten Männerbastionen im Abendland.

Die folgenden Überlegungen gehen der Frage nach, ob und in welcher Form es geschlechtergetrennte Räume im Alten Orient, speziell im Alten Israel gab.

 

Geschlechtertrennung in vorindustriellen Gesellschaften

Die Ethnologin Daphne Spain untersuchte 81 nicht-industrialisierte Gesellschaften, von welchen Angaben über die Existenz von Männerhäusern existieren, also für Frauen mehr oder weniger tabuisierte Räume, die der Versammlung und Schulung von Männern dienen. [1] In rund einem Viertel dieser Gesellschaften existieren Männerhäuser. In solchen Gesellschaften haben Frauen eine wesentlich geringere Macht über die Verwandtschaftsgruppe und sind im Erbrecht erheblich stärker benachteiligt als in Gesellschaften ohne Männerhäuser. Weniger deutlich, wenn auch immer noch nachweisbar, ist die Benachteiligung in Bezug auf Besitz und Arbeit. Die Existenz von Männerhäusern ist teils Ausdruck, teils Ursache einer patriarchalen Geschlechtertrennung. Mit anderen Worten: Wo es zur Ausbildung von Männerhäusern kommt, wird eine gesellschaftlich vorhandene Geschlechtertrennungstendenz im Dienst der Geschlechterhierarchie noch gefördert.

Daphne Spain ist ferner aufgefallen, dass die räumliche Geschlechtertrennung, die selbst in Einraumhütten angetroffen werden kann, tendenziell mit einem eher geringeren öffentlichen Ansehen der Frau korreliert. [2] Über die räumliche Abtrennung werden den Frauen männlich kontrollierte Wissens- und Machtquellen entzogen.

Es stellt sich die Frage, ob es ähnliche Phänomene im Alten Orient gab. Wie war der familiäre und der öffentliche Raum betreffs Geschlecht organisiert? Um es vorweg zu nehmen: Die Antwort auf diese Frage kann nur tastend erfolgen, da sie selbst in den jüngsten archäologischen Studien, die sich mit der Raumorganisation in Siedlungen beschäftigen, nicht gestellt wird. [3]

 

Geschlechtertrennung im altorientalischen Haus?

Betrachten wir zunächst die Organisation des Wohnraumes. In der neuesten und umfassendsten Studie zum Thema untersuchte Adelheid Otto 48 Häuser der Weststadt von Tell Bazi am Ostufer des Eufrat, nordöstlich des heutigen Tishreen-Staudammes. Diese Erweiterung aus dem 13./frühen 12. Jh.v.Chr. einer älteren Stadt wurde von deutschen ArchäologInnen 1993-1999 in einer Notgrabung ungefähr zu drei Vierteln freigelegt. Sie liegt heute unter Wasser. Die Menge an Häusern ermöglichte eine in der vorderasiatischen Archäologie nicht häufig gegebene statistische Auswertung. Durch Vergleiche der vorgefundenen Häuser rekonstruierte Adelheid Otto ein idealtypisches Haus (Abb. 1a-b).

Die aufgrund der Fundobjekte erschlossenen Funktionszonen dienen der Nahrungszubereitung, Vorratshaltung, Bewirtung, Textilarbeit, Hauskult, Handel, Versammlung und Heizen. Nach Ausweis von Texten, Bildern und ethnoarchäologischen Vergleichen handelt es sich bei diesen Tätigkeiten hauptsächlich um Frauen- und Kinderarbeiten. Gleichzeitig wird deutlich, dass es keine nach Geschlechtern separierten Räume gab. Es gibt nur einen Hauseingang. Um zum Bereich für Handel, Versammlung und Kult zu gelangen, musste man zuerst den Arbeitsbereich des großen Raumes durchqueren. Die kleinen, sehr engen und dunklen Nebenräume dienten ausschließlich der Vorratshaltung. Im Schlafbereich des Obergeschosses gibt es keine durch Mauern getrennte Bereiche. Obergemach und Terrasse wurden höchstwahrscheinlich je nach Jahreszeit von beiden Geschlechtern gemeinsam genutzt. Hingegen wurde der gesamte Innenraum durch eine Vorkammer vor neugierigen Blicken von der Straße her geschützt. Um ins Innere zu gelangen, musste man durch zwei Türen um die Ecke biegen. Öffentlicher und familiär-häuslicher Bereich wurden durch diese Anordnung klar getrennt.

 

Geschlechtertrennung im sog. Vierraumhaus?

Dieser Befund deckt sich mit Forschungsergebnissen aus der Südlevante, soweit solche vorhanden sind, über weite Strecken, [4] insbesondere, was die Funktionszonen anbelangt. Zum Teil wird hier zusätzlich erwogen, ob ein Teil der Häuser als Ställe dienten, was aber mangels konkreter Hinterlassenschaft meist nicht nachweisbar ist. Auch hier lassen sich im Haus keine Installationen ausmachen, die auf eine Geschlechtertrennung hindeuten würden. Hingegen verweist die Raumorganisation (Häusergruppen, Gassenführung) teilweise auf die Nutzung durch Großfamilien. [5] Die von Cornelius H.J. de Geus geäußerte Vermutung, dass Frauen die Obergemächer benutzt hätten, während die Männer die unteren Hausbereiche belegten, lässt sich nicht nur nicht belegen, sie widerspricht auch seiner anderen Behauptung, dass das Obergemach Gastraum und Treffpunkt der Männer gewesen sei. [6] Sehr deutlich ist wiederum die Unterscheidung zwischen familiärem und öffentlichem Raum. Alle Häuser haben nur einen Eingang, der meist nicht direkt in den Hauptraum führt, so dass der geschützte Charakter des Hauses deutlich wird. Sie liegen an Straßen, die nicht auf Plätze innerhalb der Stadt, sondern auf das nächste Tor hinführen. Dazu kommt, dass die Häuser oft so aneinander und an die Stadtmauer gebaut sind, dass die Häuser, zumindest im Erdgeschoss, nur zur Straße hin Fenster hatten. In diesem helleren Bereich wurde Essen zubereitet und eventuell handwerkliche Arbeit ausgeführt, während die dunklen hinteren Räumlichkeiten der Vorratshaltung dienten. Der dazwischenliegende Hauptraum diente zum Essen und Schlafen. Für andere Tätigkeiten kommt nur das Dach oder ein Ort außerhalb des Hauses und damit auch außerhalb der Stadt in Betracht. Chantal Foucault-Forest hält die oft rekonstruierten Innenhöfe des sogenannten Vierraumhauses für unwahrscheinlich. Dieser Raum ließ sich problemlos überdachen, und es gibt dafür auch archäologische Hinweise. Sie möchte aufgrund der Funktionszonen im Haus einen näher beim Hauseingang liegenden Frauenbereich und einen Männerbereich in den hinteren, dunklen Räumen erschließen, sagt aber nichts über die Nutzung dieser Räume durch die Männer. Eine Rekonstruktion der Funktionszonen des Vierraumhauses von Lawrence E. Stager (Abb. 2) suggeriert, dass die Frauen im ganzen Haus arbeiteten, während der Mann Tätigkeiten außerhalb des Hauses, hier auf dem Dach, ausübt.

Die ländliche Familie lebte, wie die reiche Stadtfamilie mit Grundbesitz auf dem Land, in traditionellen Großfamilien (unverheiratete Kinder, Tanten und Onkel väterlicherseits). Ihre Häuser auf dem Lande sind meist größer als Stadthäuser. Sie haben, statt der traditionellen drei bis vier, bis zu acht Räume, was eine differenziertere Verteilung der Bewohner ermöglichte, vielleicht in Bezug auf Kernfamilien innerhalb einer Großfamilie. [7] Diese Deutung, bei einer Annahme von max. 10 Quadratmeter überdachtem Raum pro Person, würde zur Sorge des Gesetzes um die Wahrung erlaubter sexueller Beziehungen passen (Leviticus 18). Generell haben wir uns enge und dunkle Verhältnisse vorzustellen, die das Zusammenleben, wenn es nicht von gegenseitigem Respekt, besonders zwischen den Geschlechtern, geprägt war, zur Hölle machen konnten. Dies dürfte der Grund dafür sein, dass sich die Empfehlung (an Männer), lieber in einer Dachecke oder gar in der Wüste zu hausen als unter demselben Dach mit einer streitlustigen Frau, gleich in vier Varianten im Sprüchebuch findet (21,9.19; 25,24; 27,15).

Angesichts des Fehlens deutlicher Hinweise auf Geschlechtertrennung im Haus stellt sich die Frage, ob die traditionelle (europäische) Zuordnung von Haus/Frau und Öffentlichkeit/Mann auch für das alte Israel galt.

 

Frauen als Säulen, Männer als Bäume

Tatsächlich wird die Verbindung von Frau und Haus in der hebräischen Weisheit sehr stark betont: „Frauenweisheit hat ihr Haus gebaut,/ Torheit reißt es mit eigenen Händen nieder“ (Sprüche 14,1). Die Wohlfahrt des Hauses (bet) in seinem Doppelsinn von Architektur und Haushalt der Großfamilie beruht demnach im Wesentlichen auf dem Geschick und Sachverstand der Frauen (Sprüche 24,3; 31,15.21.27; Rut 4,11; Nehemia 5,1-5). Die Verbindung von Haus und Frauensachverstand ist so eng, dass umgekehrt die personifizierte Weisheit als Hausbauerin und Gastwirtin verstanden wird, die ihr Haus auf Säulen baut (Sprüche 9,1-5), ja, die Frau wird bereits bei ihrer Erschaffung als ein göttliches Bauwerk charakterisiert (Genesis 2,22) [8] und als edler Bauteil eines Gebäudes idealisiert: „Damit unsere Söhne seien wie Pflänzlinge,/ großgezogen von ihrer Jugendzeit auf,/ unsere Töchter geschnitzt wie Ecken/ (nach) Palastbauweise/Tempelmodell“ (Psalm 144,12). [9] Während den Frauen so Haus und Palast zugeordnet werden, werden die Männer Bäumen gleichgesetzt, eine Gleichung, die in Bezug auf den Frommen (Psalm 1||Jeremia 17,5-8) und den König (Richter 9,8-15; Ezechiel 17) entfaltet werden kann, die hier aber einen Gegensatz zum Gebäude markiert und damit auf den Bereich des Gartens, außerhalb der Häuser verweist. Eine illustrative Geschichte ist jene von Ahab, der seinen Gemüsegarten durch den Weinberg Nabots erweitern möchte, und der Isebel, die ihrem Gatten als Managerin des Palastes zum Gewünschten verhilft (1 Könige 21). Rebekka empfängt den Reisenden Eliezer (Genesis 24,15-27). Rahab beherbergt die israelitischen Kundschafter in ihrem Haus in Jericho (Josua 2). Jaël empfängt Sisera, den Krieger, als Gastwirtin im Zelt (Richter 4,18f), die Frau von En-Dor König Saul (1 Samuel 28). Die Witwe von Sarepta bewirtet den umherziehenden Propheten Elija (1 Könige 17,8-16), die Frau von Schunem lässt für Elischa sogar eigens ein Obergemach bauen (2 Könige 4,8-10). Abigail managt ihren Betrieb und verhindert als Politikerin eine Krise. Während sie im Gegensatz zu ihrem Mann Nabal die konstruktive Seite des Dorfes verkörpert, steht David für die Außenwelt der Guerilleros (1 Samuel 25). [10] In diesen Fällen vertreten die Frauen ein gastfreundliches Haus, die Männer eine Außenwelt.

Mit diesen Bildern und Geschichten werden allerdings nur Tendenzen angetönt und nicht strikt getrennte Sphären markiert (vgl. etwa die gastfreundlichen, mit dem Haus verbundenen Männer in Genesis 18; Richter 19; 1Könige 13). Fast alle genannten Frauen sind auch außerhalb des Hauses im engeren Sinne aktiv: Rebekka beschafft Wasser, die Witwe von Sarepta Holz außerhalb der Stadttore; die Frau von Schunem ist auf dem Esel unterwegs, organisiert später einen Aufenthalt in der Fremde und bemüht sich nach ihrer Rückkehr beim König um die Rückgabe ihres konfiszierten Landes (2 Könige 8,1-6). Kurz: Die enge Verbindung von Frau und Haus darf nicht im bürgerlichen Sinne verstanden werden. Das „Haus“ steht für den Kernbereich eines im Wesentlichen von der Frau gemanagten großfamiliären Kleinunternehmens (vgl. dazu Sprüche 31,10-31), [11] in dem der Mann verschiedene Aufgaben wahrnehmen kann, unter welchen die Garten- und Feldarbeiten aber wohl den ersten Platz einnahmen. – Gab es darüber hinaus Bereiche außerhalb des familiären Hauses, die als spezifische Männerräume gelten können?

 

Männerdomänen außerhalb des familiären Hauses

1 Tor

Der patriarchalen Repräsentation eines Haushalts in der Öffentlichkeit entsprechend war die Gerichtsbarkeit im Tor eine Männerdomäne. Das Gericht bestand aus Ältesten, und die Gerichtsparteien wurden in der Regel von Männern vertreten (vgl. Rut 4,1-12). Das bedeutet nicht, dass Frauen grundsätzlich keinen Zugang zum Gericht hatten, fand es doch im öffentlichsten Bereich einer Siedlung statt. Jede und jeder aus dem Volk konnte Zeugin oder Zeuge einer Verhandlung sein und nötigenfalls seine oder ihre Stimme erheben.

 

2 Palast/Regierungskabinett

Eine weitere Männerdomäne war das Regierungskabinett im Palast. [12] Es bestand aus König (melek), Heerführer (sar tsaba’), Fronminister (‘al-hammas), Palastvorsteher (’ascher ‘al-habbajit), Kanzler (mazkîr), Schreiber (sôfer), Hofprophet (navi’) und je nach Staatsgröße vielen weiteren hohen Beamten (sarim), etwa den Steuerkommissaren. Besonders aussagekräftig in Bezug auf die Geschlechtertrennung am Hof ist das Amt des Eunuchen (sarisim; 1 Samuel 8,14f; 2 Könige 9,32; 20,18; 24,12), zeigt es doch, dass man im Bereich des Harem einen kastrierten Mann einer Frau mit demselben Amt vorzog, möglicherweise um den Einsitz einer Frau im Kabinett zu vermeiden. [13] Weiblicherseits gab es die gewichtige Position der Königinmutter (gebirah) [14] und das nur schwach bezeugte Amt der Verwalterin (sokenet; 1 Könige 1,2.4). [15] Prinzessinnen genossen zwar gewisse Privilegien (1 Könige 2,19), u.a. auch als Siegelträgerinnen. [16] Starker Einfluss von Frauen in der Regierung, in Gestalt von Isebel in Israel und Atalja in Juda, wird in den biblischen Quellen als Katastrophe dargestellt. Insgesamt wird deutlich, dass die Hierarchisierung der Gesellschaft die Geschlechtertrennung stark befördert (mehr dazu weiter unten).

 

3 Prophetenschule

Dem von der Ethnographie beschriebenen Phänomen des Männerhauses kam wohl die vor allem in einfachen ländlichen Kreisen beheimatete Prophetenschule am nächsten. Es scheint sich um einen Männerclub gehandelt zu haben, in dem das Lehrer-Schüler-Verhältnis (2 Könige 4,38; 6,1), ekstatische Musik (1 Samuel 10,5) und vor allem gegenseitige Solidarität, die über die männlichen Individuen hinaus in deren Familien reichte (2 Könige 4,1-7), eine wichtige Rolle spielten. Ein engerer Kreis der Schule lebte möglicherweise zölibatär und/oder als Nasiräer. Dieses Milieu wird besonders in den Elischageschichten vorausgesetzt. Die Jesusbewegung bzw. die junge Kirche scheint an ähnliche Traditionen angeknüpft zu haben. Vergleichbare Einrichtungen kennen bis heute islamische Moslembruderschaften. Auffällig ist, dass Anhänger solcher Männerbünde oft tatkräftige Unterstützung frommer Frauen genießen (1 Könige 17,8-16; 2 Könige 4,8-10; Lukasevangelium 8,3).

 

4 Armee

Es scheint, dass der Krieg primär eine Männerdomäne war. Im Hinblick auf ihre Aktivitäten als Guerilleros brachten David und seine Gefolgsmänner ihre weiblichen Angehörigen und Kinder in Städten unter (1 Samuel 22,3; 30,5; Numeri 32,16). Bei der Rekrutierung der Soldaten wurde unter den Männern selber nochmals aufgrund von besonderen Kriterien (Furchtlosigkeit vgl. Deuteronomium 20,8; unzivilisierte Ursprünglichkeit vgl. Richter 7,5-7; Nichtisraeliten vgl. 1 Könige 1,38.44) eine „Elite“ ausgeschieden. Im Falle von Stadtbelagerungen, einem der häufigsten Kriegsmittel, beteiligten sich aber auch Frauen aktiv im Krieg, sei es durch Diplomatie (2 Samuel 20,16-22), als Tyrannenmörderinnen (Richter 4,17-22; Judit 12f), in der Verteidigung (Richter 9,53) durch das Angebot ihrer Kinder an die Feinde [17] oder als Klagefrauen. [18]

 

5 Tempel

In Bezug auf den Jerusalemer Tempelkult sind die meisten biblischen Schriften Teil einer patriarchalen Protestbewegung mit fundamentalistischer Tendenz, die sich in nachexilischer Zeit definitiv etablieren kann, und daher nur indirekt als Quellen für die Geschichtsrekonstruktion tauglich. Am deutlichsten wird dies in der Diffamierung Mirjams als Repräsentantin der JHWH-Prophetinnen (Numeri 12) [19] und in Sacharjas Vision von der Elimination der Göttin (Sacharja 5,5-11) [20] . Zugleich verweisen diese Texte implizit auf einen wesentlich weniger exklusiv patriarchalen Kult in vorexilischer Zeit, dessen Funktionieren jedoch nur bruchstückhaft erschlossen werden kann. Inschriften, Votivfiguren, aber auch vereinzelte biblische Reminiszenzen (1 Könige 18,19; 2 Könige 23,7) deuten darauf hin, dass es bis zu Beginn des 6. Jh.v.Chr. neben einem wohl männlichen JHWH-Kultpersonal weibliches Aschera-Kultpersonal gab. Über die räumliche Anordnung dieser Kulte ist leider kaum etwas bekannt. Über die Frauen und Töchter der JHWH-Priester wissen wir, dass sie vom Opferfleisch mitessen durften (Leviticus 22,13). Ob das bedeutet, dass die Frauen auch bei der Zubereitung des Fleisches beteiligt waren und ob sie, wie ihre Männer und Väter, dieses Fleisch im heiligen Tempelbezirk verspeisten (Ezechiel 42,13), bleibt im Dunkeln. Die Kultmahlzeiten am Tempel wurden vielleicht nach Geschlechtern getrennt eingenommen. Jedenfalls zeigt ein Elfenbein aus Megiddo eine reine Männergesellschaft beim Bankett [21] und Psalm 133,1 erwähnt nur die männliche Kultgemeinschaft. Auch ägyptische Szenerien von Kultmahlzeiten zeigen meistens nach Geschlechtern getrennte Gruppen. Andererseits ist in den teilweise minutiösen Tempelplänen der hebräischen Bibel nirgends von nach Geschlechtern getrennten Tempelvorhöfen die Rede. Diese Einrichtungen finden sich erst in den Tempelbeschreibungen des Josephus Flavius (Der jüdische Krieg V 189.206).

 

Fazit

Gerichtsbarkeit, Regierungskabinett, Prophetenschule, Armee und Kult sind Bereiche, in welchen traditionellerweise Männer das Sagen haben bzw. Privilegien genießen. Es sind Bereiche hoher Homosoziabilität [22] mit homoerotischem Potential (1 Samuel 20; 2 Samuel 1,26). [23] Allerdings gibt es, zumindest in vorexilischer Zeit, in keinem dieser Bereiche eine komplette Geschlechtertrennung. Die männlichen und weiblichen Sphären bleiben durchlässig. Vieles deutet darauf hin, dass Wohlstand und städtisches Milieu, insbesondere ab hellenistischer Zeit, die Geschlechtertrennung im Dienste männlicher Kontrolle über Frauen begünstigt haben. Das soll abschließend exemplarisch aufgezeigt werden.

 

Geschlechtertrennung als Oberschichtsphänomen

Palastwirtschaft erleichtert die Kontrolle über Frauen

Während das Haus und die mit ihm verbundene Wirtschaftsweise, wie wir gesehen haben, kaum Spielraum für Geschlechtertrennung bot, war der Palasthaushalt geradezu darauf hin angelegt. Aus der Palastarchitektur und mehr noch aus dem Palastarchiv von Mari (18. Jh.v.Chr.) geht deutlich hervor, dass die Frauen am Hof den kostbarsten Teil des Palastschatzes darstellten. Das Leben der erbeuteten oder zwischen verbündeten Königshäusern ausgetauschten Frauen glich dem von Vögeln in goldenen Käfigen, wie die Frauenbriefe aus Mari teilweise dramatisch illustrieren. Sie waren auf Gedeih und Verderb dem guten Willen der sie besitzenden Männer ausgeliefert. Inbatum, eine Tochter des Königs Zimrilim von Mari und Hauptfrau des Königs Atamrum von Andarig gerät nach der Stadteroberung durch die Babylonier in große Bedrängnis. Sie schreibt ihrem Vater: „Ich stelle fest, dass mein Herr mir keine Neuigkeiten zukommen lässt. Daher mein Verdruss! Ich befinde mich bei einem Feind, und zwar einem bösen. Im Übrigen: mein Leben ist scheußlich!“ [24] Und Kiru, eine der Frauen Haja-Sumus in Ilan-Tsura droht sowohl ihrem Mann, von dem sie sich scheiden lässt, als auch ihrer väterlichen Verwandtschaft, die sich zu wenig um sie kümmert, mit Selbstmord: „Wenn mein Herr mich hier lassen muss und mich nicht heimbringt, sterbe ich. Ich überstehe es nicht!“ [25]

Was die mariotischen Texte nur erahnen lassen, zeigt einige hundert Jahre in Ägypten später das Relief eines Beamten Echnatons: Die Sängerinnen im königlichen Harem [26] werden von Wächtern bewacht. Die Hausmauern sind gleichzeitig Trennmauern zwischen den Geschlechtern. Die Wächter sind Teil einer streng hierarchischen Männerwelt, die das Leben im öffentlichen Raum kontrollieren (Abb. 3).

Die biblische Estergeschichte setzt im Kolorit parthischer (?) Hofhaltung ein Milieu strikt geschlechtergetrennter Palastkultur voraus. Für die Männer und Frauen am Hofe werden je eigene Bankette organisiert (Ester 1,9), und die Begegnung zwischen diesen getrennten Welten unterliegt einer strengen Etikette. Die Sympathie der Geschichte liegt bei Waschti und Ester und ihrem Verbündeten Mordechai, einem Trio, das sich, allen Hindernissen zum Trotz, den tödlichen Mechanismen dieser als frauenfeindlich durchschauten Männerwelt (vgl. 1,17-22) widersetzt.

 

Urbanisierung unter Hellenen und Arabern fördert die Geschlechtertrennung

Die Intensivierung des weiträumigen Handels hellenistischer Zeit ließ im städtischen Judentum des Vorderen Orients einen begüterten Mittelstand entstehen, der den Gewohnheiten der Paläste nacheiferte. Die Beschränkung der Arbeit auf den häuslichen Bereich oder gar der Besitz eigener Räumlichkeiten im Haus stellte für die wohlhabenden Frauen zunächst ein Privileg dar. Sie waren damit vor unliebsamen Nachstellungen, denen Frauen bei mangelndem männlichem Schutz ausgesetzt sein konnten, sicher (Rut 2,9). Das Privileg konnte aber leicht zur patriarchalen Falle werden, wenn es in erster Linie der Kontrolle von Männern über Frauen diente. War für die ältere, am judäischen Landleben orientierte Weisheitslehre die tatkräftige Frau mit weitem Handlungsfeld (Sprüche 31,14), deren Werke im Tor (also von den Männern) geehrt werden (Sprüche 31,31), Verkörperung der Weisheit schlechthin, so wird von Jesus Sirach um 190 v.Chr. empfohlen, die eigene Tochter in einen fensterlosen Raum einzusperren und zu bewachen (Sirach 42,11). Die Aufgabe der eigenen Frau sei es, dem Mann eine passende Hilfe zu sein (36,26) und ihn zu ehren (26,26). Der absolute Horror ist für ihn die unkontrollierte, selber regierende Frau (9,2; 33,20-23). Sie gleicht der unfolgsamen Eva, die nach Ansicht Jesus Sirachs Ursprung jeglicher Schuld ist (25,24; vgl. 2 Korinther 11,3; 1 Timotheus 2,14).

Ein ähnlicher Umschwung lässt sich im Bereich des syro-arabischen Nomadentums beobachten, dessen Kontrolle seit den Tagen der Assyrerkönige für die vorderasiatischen Großreiche von eminenter Bedeutung war, da nur so die Aufrechterhaltung des lukrativen Fernhandels entlang der teilweise abgelegenen Fernhandelsstraßen garantiert werden konnte. Da man auf die Orts- und Sachkenntnis der Nomaden als Karawanenführer angewiesen war, durften sie am Handelsreichtum und dem damit verbundenen städtischen Lebensstil partizipieren. Dies führte zwischen dem 6. und 3. Jh.v.Chr. zu einer grundlegenden Änderung ihrer Lebensweise, die man als „beduinisch“ bezeichnet. Begegneten den Assyrern die arabischen Nomaden noch unter der Führung von Königinnen und in relativ kleinen Rundzelten lebend, [27] so werden die Königinnen, wohl unter assyrischem Einfluss, schon sehr bald durch Könige ersetzt und anstelle des Rundzeltes gilt ab dem 5./4. Jh.v.Chr. das schwarze Langzelt als typisch für die Araber (Jeremia 49,28-32). Dieses bot im Gegensatz zum alten Rundzelt mehr Raum und damit auch die Möglichkeit zur Geschlechtertrennung. Die Unterteilung des Zeltraumes durch eine Ziegenhaarstoffbahn in einen kleineren Frauenteil und einen größeren Männerteil ist bis heute typisch für das Langzelt der Beduinen. Die Erzählung vom Gottesbesuch bei Abraham und Sara in Mamre setzt diese nach Geschlechtern getrennte Lebensweise vielleicht bereits voraus (Genesis 18,10).

Die Geschlechtertrennung geht im sehr wohlhabenden, beduinisch-städtischen Palmyra der römischen Zeit so weit, dass sich die aristokratischen Frauen, wenn sie sich in der Öffentlichkeit zeigen, vollständig verschleiern. Der Schleier wird für sie zum beweglichen Haus, das sie außerhalb der eigenen vier Wände den Blicken des anderen Geschlechts entzieht (Abb. 4-5). Diese strenge Form der Seklusion der Frau existiert in traditionellen muslimischen Gesellschaften zum Teil bis heute fort. Sie hat Paulus, der sich nach seiner Bekehrung längere Zeit im arabischen Raum aufhielt (Galater 1,17), geprägt und ist wohl für seine rigide Haltung, was die Schleierfrage in Korinth angeht (1 Korinther 11), mitverantwortlich. [28]

 

Fazit

Zur befriedigenden Beantwortung der eingangs gestellten Frage fehlen noch immer sehr viele Puzzleteile. Am deutlichsten zeichnet sich die Erkenntnis ab, dass Geschlechtertrennung im Alten Israel ein Luxus war, den man sich nur in Städten mit Palast- und Tempelinstitutionen leisten konnte. Der wirtschaftliche Aufschwung zu Zeiten römisch-hellenistischer und arabischer Dominanz hat eine patriarchal motivierte Geschlechtertrennung in der städtischen Mittelschicht befördert. Dies sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Mehrheit der Menschen auf dem Lande auch damals noch in äußerst bescheidenen Behausungen lebten und einen Alltag zu bestreiten hatten, der ein Leben in nach Geschlechtern getrennten Sphären nicht erlaubt.

 

  Abb. 1a-b: Idealtypisches Haus der Weststadt von Tell Bazi nach Adelheid Otto [29] mit Erdgeschoß (a) und Obergeschoß (b) mit Terrasse (rechts) und Obergemach (links). Aufgrund der Fundobjekte wurden Funktionszonen erschlossen. Eine Trennung nach Geschlechtern lässt sich nicht ausmachen.
     
 

Abb. 1b

 

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Abb. 2: Idealtypisches Vierraumhaus nach Lawrence E. Stager. [30] Frauen werden bei innerhäuslichen Tätigkeiten dargestellt, der Mann beim Walzen auf dem Dach. Im Erdgeschoss leben auch Tiere. Die Lichtverhältnisse waren wegen der häufigen Aneinanderreihung von Häusern meistens viel schlechter als hier dargestellt.

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Abb. 3: Detail aus den Reliefs im Grab des Ai, Amarna, um 1340 v. Chr. [31] Männer bewachen die Frauen im königlichen Harem.
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Abb. 4: Darstellung einer Prozession am Bel-Tempel von Palmyra, 32 n.Chr. [32] Die Frauen sind gänzlich verschleiert.
 
 

Abb. 5: Grabskulptur einer palmyrenischen Aristokratin mit Kind, 2. Jh.n.Chr., BIBEL+ORIENT MUSEUM Freiburg Schweiz. Im intimen Milieu der Familiengrabanlage lässt sich die Frau mit zurückgezogenem Schleier zeigen, wodurch ihr reich geschmückter Kopf sichtbar wird.

 

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[*] In einer ähnlichen Fassung auch veröffentlicht in Bibel und Kirche 63 (2008), 166-174.

[1] Daphne Spain, Gendered Spaces, Chapel Hill N.C. 1992, 65-79 (= dies., Männerhaus und Geschlechtersegregation, in: Gisela Völger [Hg.], Sie und Er. Frauenmacht und Männerherrschaft im Kulturvergleich Bd. 2 [Ethnologica Neue Folge 22], Köln 1997, 15-22).

[2] Ebd. 35-64 (= dies., Räumliche Geschlechtersegregation und Status der Frau, in: Völger, a.a.O., 31-40).

[3] Vgl. Peter Pfälzner, Haus und Haushalt. Wohnformen des dritten Jahrtausends vor Christus in Nordmesopotamien, Mainz 2001; Adelheid Otto, Alltag und Gesellschaft zur Spätbronzezeit: Eine Fallstudie aus Tall Bazi (Syrien), (Subartu 19), Brepols 2006. Diese Arbeiten gehen u.a. der Frage nach Kern- und Großfamilien, Erwachsenen und Kindern, Menschen und Tieren nach. Die Geschlechterfrage wird eigenartigerweise ausgespart. Zu Problematik siehe Julia A. Hendon, The Engendered Household, in: Sarah Milledge Nelson (ed.), Handbook of Gender in Archaeology, Lanham 2006, 171-198, bes. 180-182.

[4] Michèle Daviau, Houses and Their Furnishings in Bronze Age Palestine (Journal for the study of the Old Testament Monograph Series 8), Sheffield 1993; Chantal Foucault-Forest, L’habitat privé en Palestine au Bronze Moyen et au Bronze Récent (British Archaeological Report International Series 625), Oxford 1996.

[5] Lawrence E. Stager, The Archaeology of Family in Ancient Israel, in: Bulletin of the American School of Oriental Research 260 (1985), 1-35.

[6] Cornelius H.J. de Geus, The City of Women. Women’s Places in Ancient Israelite Cities, in: J.A. Emerton, Congress Volume, Paris 1992 (Vetus Testamentum Series 61), Leiden 1995, 75-86.

[7] Avraham Faust, Shlomo Bunimovitz, The Four Room House. Embodying Iron Age Israelite Society, in: Near Eastern Archaeology 66 (2003), 26.

[8] „Und es baute JHWH Gott die Rippe, die er vom Erdling genommen hatte zu einer Frau aus…“ Der architektonisch-kunsthandwerklich konnotierte Begriff scheint von mesopotamischen Quellen her traditionsgeschichtlich vorgegeben zu sein. Vgl. dazu Christoph Uehlinger, Eva als „lebendiges Kunstwerk“. Traditionsgeschichtliches zu Genesis 2,21-22(23.24) und 3,20, in: Biblische Notizen 43 (1988), 96f.

[9] Silvia Schroer, Frauenkörper als architektonische Elemente. Zum Hintergrund von Ps 144,12, in: S. Bickel, S. Schroer u.a. (Hg.), Bilder als Quellen (Orbis biblicus et orientalis. Sonderband 06), Freiburg Schweiz /Göttingen 2007, 426-450.

[10] Thomas Staubli, Das Image der Nomaden im Alten Israel und in der Ikonographie seiner sesshaften Nachbarn (Orbis biblicus et orientalis 107), Freiburg Schweiz/Göttingen 1991, 238-244.

[11] Christine Roy Yoder, Wisdom as a Woman of Substance. A Socioeconomic Reading of Proverbs 1-9 and 31:10-31 (Beihefte zur Zeitschrift für die alttestamentliche Wissenschaft 304), Berlin/New York sieht hier einen Reflex realer Hausbewirtschaftung von Frauen in königlichem oder nichtköniglichem Kontext in persischer Zeit. Renita Weems, Proverbs 31 in a New Interpretation, in Silvia Schroer/Sophia Bietenhard (eds.), Feminist Interpretation of the Bible and the Hermeneutics of Liberation (Journal for the study of the Old Testament. Supplement series 374), Sheffield 2003, 18 weist darauf hin, dass in diesem Text aber sicher keine female voice zu hören ist, sondern patriarchales Wunschdenken.

[12] Vgl. Silvia Schroer, Die Samuelbücher (Neuer Stuttgarter Kommentar. Altes Testament 7), Stuttgart 1992, 109-115; Rainer Kessler, Sozialgeschichte des alten Israel. Eine Einführung, Darmstadt 2006, 85ff.

[13] Zur Bedeutung von Eunuchen in höchsten Hofkreisen seit assyrischer Zeit, besonders bei den Persern siehe Pierre Briant, Histoire de l’empire perse. De Cyrus à Alexandre, Paris 1996, 279-288.944f. Ein Überblick zu Eunuchen in der Bibel findet sich bei Thomas Staubli, Weisheit wurzelt im Volk. Begleiter zu den Sonntagslesungen aus dem Ersten Testament, Luzern 2001, 178f.

[14] Vgl. dazu zuletzt Rainer Kessler, Sozialgeschichte des alten Israel. Eine Einführung, Darmstadt 2006, 85.

[15] Maria Häusl, Abischag und Batscheba (Arbeiten zu Text und Sprache im Alten Testament 41), St. Ottilien 1993, 239-244.

[16] Die Frauensiegel in Juda machen allerdings maximal 3,5% des bekannten Gesamtbestandes aus, mit rückläufiger Tendenz zum Ende der judäischen Monarchie hin; im noch stärker von ländlichen Traditionen geprägten Amman ist der Anteil der Frauensiegel auffälligerweise doppelt so hoch, siehe Michael Heltzer, The Women in the Hebrew Epigraphy of Biblical Times, Revue Internationale des Droits de l'Antiquité, 3e Série, 43 (1996) 11-35, 32; Christoph Uehlinger, Westsemitisch beschriftete Stempelsiegel: ein Corpus und neue Fragen, Biblica 79 (1988), 103-119, 118.

[17] Othmar Keel, Kanaanäische Sühneriten auf ägyptischen Tempelreliefs, in: Vetus Testamentum 25 (1975), Abb. 5.

[18] Silvia Schroer, Häusliche und außerhäusliche religiöse Kompetenzen israelitischer Frauen. Am Beispiel von Totenklage und Totenbefragung,
http://www.lectio.unibe.ch/02_1/schroer.htm.

[19] Christoph Uehlinger, „Hat YHWH denn wirklich nur mit Mose geredet?“ Biblische Exegese zwischen Religionsgeschichte und Theologie, am Beispiel von Num 12, in: Biblische Zeitschrift 47,2 (2003), 230-259.

[20] Christoph Uehlinger, Die Frau im Efa (Sach 5,5-11). Eine Programmvision von der Abschiebung der Göttin, in: Bibel und Kirche 49 (1994), 93-103.

[21] George Loud, Megiddo Ivories, Chicago 1939, Nr. 160.

[22] Martti Nissinen, Homoeroticism in the Biblical World, Minneapolis 1998, 17.

[23] Silvia Schroer, Thomas Staubli, Saul, David und Jonatan – eine Dreiecksgeschichte?, in: Bibel und Kirche 51 (1996), 15-22.

[24] Jean-Marie Durand, Les documents épistolaires du palais de Mari, T. 3, Paris 2000, 453 (ARM 1234).

[25] Ebd. 441 (ARM 1228).

[26] Zu Sängerinnen als Teil des Beutegutes vgl. Thomas Staubli et al., Musik in biblischer Zeit und orientalisches Musikerbe, Freiburg 2007, 53-57.

[27] Vgl. die Rekonstruktionszeichnung in: Silvia Schroer, Thomas Staubli, Der Vergangenheit auf der Spur, Zürich 1993, 56.

[28] Vgl. dazu ausführlich Jorunn Økland, Women in their Place. Paul and the Corinthian Discourse of Gender and Sanctuary Space (Journal for the study of the New Testament. Supplement series 269), London/New York 2004.

[29] Otto, a.a.O. Abb. 23b/c.

[30] Philip J. King, Lawrence E. Stager, Life in Biblical Israel, Louisville 2001, 29 (l). 15.

[31] Norman de G. Davies, The Rock Tombs of El Amarna IV, London 1908, Pl. XXVIII.

[32] Seyrig, Henri, Bas-reliefs monumentaux du temple de bél à Palmyre, in: Syria 15 (1934), 155-186, 169ff.  

[*] . Dr. Thomas Staubli ist Dozent an der Universität Freiburg (Schweiz) und Leiter des dortigen BIBEL+ORIENT MUSEUMS E-Mail: thomas.staubli@unifr.ch

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©Thomas Staubli , 2008, lectio@theol.unibe.ch, ISSN 1661-3317

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